Der goldene Kreis

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Gestern ging es nach einer kurzen Nacht (in der wir zumindest schwache Nordlichter beobachtet haben) von unserem Zeltplatz aus über den Gullfoss, das Geysirfeld und Thingvellir mit der Allmänner-Schlucht weiter zum Endpunkt unserer Reise: Reykjavik. Dort angekommen genossen wir noch einmal die Sonne im Café Flora bei Kaffee und Kuchen, danach wagten wir uns an eine isländische Fischsuppe, serviert im ausgehöhlten Brotlaib. Unendlich lecker! Danach hieß es den Rucksack und das Gepäck fahrtauglich zu trimmen. Schnell verschwanden wir nach einem Gläschen Grog in unseren Schlafsäcken und nun heißt es gleich nach einem kurzen Frühstück endgültig Abschied nehmen von Island.

Die Westmännerinseln

Heute Morgen hieß es zeitig aus dem Schlafsack zu kriechen um rechtzeitig nach dem Frühstück die Fähre zu den Westmännerinseln zu erreichen. Die Überfahrt bei relativ ruhiger See benötigte nur etwa 30 Minuten und während der Überfahrt bekamen wir sogar noch Tölpel und jede Menge Papageientaucher zu sehen. Im Hafen angekommen machten wir uns auf, die verschütteten Häuser des Vulkanausbruchs von 1973 zu besichtigen. Danach ging es steil hinauf und wir erklommen den Vulkan inmitten der Hafenstadt. Oben auf dem Gipfel ist der Boden auch noch fast 20 Jahre nach dem Aufbruch sehr heiß und so hatten wir während unseres Mittagsimbiss oberhalb des Kraters eine nette „Fußbodenheizung“. Anschließend ging es über den Strand wieder zurück zum Hafen, den Supermarkt und in ein kleines Café. Das obligatorische Softeis durfte natürlich auch nicht fehlen. Einziges Manko der Insel; der penetrante Geruch der Fischfabrik im Hafen. Abends ging es dann über eine deutlich rauhere See wieder zurück zum Festland und zurück zu unserem Camp. Morgen wartet dann der „goldene Kreis“ auf uns bevor es wieder zurück nach Reykjavik geht.

Ganz im Süden…

Heute führte uns unser Weg über die weiten Sanderflächen ganz in den Süden Islands. In Vik gab es einen tollen schwarzen Strand und einen schönen Wollladen, der die Kreditkarte forderte 😉 Von da ging es dann zum Kap Dyrhólaey, dort erwarteten uns tatsächlich noch einige Papageientaucher und ein Leuchtturm. Im Hintergrund thronte schon die Katla über uns, ein Vulkan dessen Ausbruch einige Wissenschaftler evtl. noch dieses Jahr befürchten. Nun standen noch zwei Wasserfälle auf dem Programm. Der Skogarfoss sah aus wie aus dem Bilderbuch und dank der Sonne konnten wir auch seinen Regenbogen bestaunen. Hinter dem Seljalandsfoss kann man hergehen, auch ein besonderes Erlebnis, das zudem Glück bringen soll. Nun befanden wir uns auch in dem Landstrich, der durch die Asche und den Gletscherlauf des Eyjafallajökull besonders betroffen war.Hier in der Nähe der beiden Vulkane verbringen wir die nächsten zwei Nächte und haben uns eben auf dem Campingplatz auch eine beeindruckende Doku über der Ausbruch von 2010 angeschaut.

It was a dark and stormy night…

Nach einer stürmischen Nacht krochen heute alle etwas müde aus den Zelten. Zum Glück war der angesagte Sturzregen nicht gekommen und kam auch nicht mehr. Nur vereinzelte Tropfen begleiteten zunächst unseren Spaziergang zu einer Gletscherzunge des Vatnajökull. Auf dem Rückweg eroberten wir dann mit einem Großteil der Gruppe die Terrasse des Zeltplatzcafes. Mit Blick auf den Gletscher ließen wir uns isländischen Kuchen schmecken. Nach einer ausgedehnten Mittagspause, folgte der zweiter Spaziergang des Tages. Diesmal ging es zu einem alten Grassodenhof, der dem aus den Nonni und Manni Büchern sehr ähnelte. Auf dem Rückweg kamen wir dann tatsächlich noch an einem Waldstück mit 17 meter hohen Nadelbäumen vorbei, für Island eine wahre Seltenheit. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir Barfuss und in kurzen Hosen am Platz. Wir haben die Sonne und auch mal das süsse Nichtstun in vollen Zügen genossen.

Rund um den Skaftafellsjökull

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Gestern ging aus nach einem stärkenden Frühstück zur nächsten Tageswanderung durch den Skaftafell-Nationalpark. Durch Birkenwäldchen, vorbei an Wasserfällen ging es über sanfte Anstiege, Geröllhalden und Gipfelgrate immer höher den Berg hinauf. Immer wieder boten sich uns spektakuläre Anblicke der Berg- und Gletscherwelt. Manchmal nur für wenige Minuten bis diese wieder hinter dichten, tiefhängenden Wolken verschwanden. Die Gletscherzungen des Vatnajökull boten ständig neue und wunderschöne Fotomotive. Nach über 18 km und 600 Höhenmetern erreichten wir schließlich unseren Zeltplatz und gönnten uns vor dem Abendessen ein kurzes Sonnenbad und die wohlverdiente Dusche. Danach braute sich über dem Gletscher und Bergen eine schwarze Wolkenwand zusammen und der Wind wurde zum Sturm. So machten wir unser Zelt sturmsicher und krochen mit Aussicht auf eine stürmische und regnerische Nacht in unsere Schlafsäcke.

Eislagunen und Gletscher

Heute ging es also weiter Richtung Süden. Zum ersten mal eine Fahrt im Nebel bzw. in den Wolken. Dies machte die Fahrt über die Öxi, einer unbefestigten Straße mit 17% Gefälle, besonders spannend, aber Steinar unser isländischer Busfahrer hat uns sicher gefahren. In dem netten Küstenort Djupivogur haben wir Pause gemacht,leider konnte man aufgrund der Witterungsbedingungen nicht so viel sehen, aber der Kaffee war gut. Weiter ging unsere Fahrt entlang eines Fjordes mit einigen Fotostops bis wir schließlich die Attraktion erreichten: Die Gletscherlagune Jökulsárlón. Hier verzog sich der Nebel und wir konnten im besten Licht die Eisberge betrachten. Ein grandiose Anblick in allen Weiß-, Grau- und Blautönen, dazu bizarre Formen. Auch eine kleinere zweite Lagune, die wir nach einem Tipp unseres Busfahrers anfuhren, bot einen tolles Anblick. Gegen Abend erreichten wir dann unseren Platz für die nächsten drei Nächte, im Skaftafell Nationalpark.

Summertime

Auch wenn es sich unglaublich anhört, das gute Wetter hält an und wir waren am heutigen Nachmittag bei 26 Grad im Freibad von Egilstadir. Diesmal war nicht nur kochen im Hot-Pot angesagt sondern wir haben mit unserer Gruppe auch die Wasserrutsche unsicher gemacht. Das alles mit Blick auf die herrliche isländische Natur. Natürlich waren wir auch am Vormittag nicht untätig. Nach einer kurzen Busfahrt haben wir eine Wanderung über Stock und Stein zu drei Wasserfällen gemacht. Darunter auch der Detifoss, dem größten Wasserfall Europas. Mittagspause haben wir in einem kleinen Oasenort inmitten der Aschewüste des Hochlandes gemacht. In diesem winzigen Ort gab es eine ganz niedliche Kirche. Die Attraktion war jedoch ein junger Polarfuchs, der sich bereitwillig fotografieren ließ. Nun sind wir auf unserem Zeltplatz in Fellabær vom unsere Reise Morgen Richtung Südküste weiter geht.

Wanderung und Ausritt

Nachdem es Nachts noch stürmte und wegen dem dichten Staub und Wind bereits einige Hochlandstraßen und Zeltplätze gesperrt waren, schien bei uns im Tal die Sonne, nur ein ständiger Wind war unser Begleiter. Die Temperaturen kletterten den Tag über dank Sonnenschein auf „kurze Hose und T-Shirt“-Temperatur. So unternahmen wir eine ausgedehnte Tageswanderung rund und die Schlucht von „Sleipnirs Huf“. Gegen Nachmittag zurück an unserem Lagerplatz wartete schon das nächste Highlight auf uns, ein ausgedehnter Ausritt auf Islandpferden durch die herrliche Medienlandschaft und kleine Birkenwäldchen. Nach 2 Stunden Ausritt mit Schritt, Tölt und Trab wartete auch schon eine Dusche und unser Abendessen auf uns. Nach einem isländischen Bierchen wartete schließlich der Schlafsack und eine windige Nacht auf uns. Heute geht es dann auf große Wasserfall-Tour und weiter Richtung Südküste.

Gentle giants

Nach einer sehr stürmischen und somit fast schlaflosen Nacht, erstrahlte heute wieder die Sonne am unfassbar blauen Himmel. Das erste Ziel des Tages heute war das schöne Fischerdorf Husavik. Eingepackt in einen orange-blauen Regenmantel ging es von hier auf einem Schiff zur Walbeobachtung. Wir konnten unser Glück kaum fassen als dann tatsächlich mehrere Wale auftauchten und teilweise direkt neben dem Boot schwammen. Ein unbeschreibliches Erlebnis! Noch ganz im Bann der sogenannten „Gentle Giants“ fuhren wir dann zur Tjörnis Halbinsel und konnten noch die letzten Papageientaucher beobachten, bevor sie sich bald wieder auf den Weg ins offene Meer machen. Von dort ging es weiter in die Schlucht von Ásbyrgi. Nach einem Spaziergang bezogen wir hier unser Camp. Zum Abschluss des Tages gab es noch ein Eis. Jetzt geht’s ins Zelt, denn Morgen wartet wieder ein spannender Tag auf uns, wir werden hoffentlich berichten können 😉

Von Seen, Wasserfällen, Pseudokratern, Aschevulkanen, Solfataren und einer Menge Lava

Der Tag startete wie immer sonnig. Nach einem sättigenden Frühstück ging es mit dem Bus zum Godafoss-Wasserfall, der auf dem Weg zu unserem heutigen Ziel, dem Myvatn lag. Am See angekommen ging es erstmal auf eine kleine geologische Wanderung um die Pseudokrater zu erforschen und sich einen Überblick über die Gegend zu verschaffen. Unser nächstes Ziel für heute war ein Aschevulkan den wir trotz Sand/Staubsturm erklommen haben, dann aber am Gipfel angekommenen auch schnell wieder den Rückzug antraten. Der feine Aschestaub setze sich in jede erdenkliche Ritze und färbte uns in ein hübsches braungrau. Nach so viel Staub ging es weiter zu einem nahegelegenen Solfatarenfeld, an dem es herrlich nach Schwefel und faulen Eiern roch. Aus jeder Ritze im Boden zischte und brodelte es, Dampf und kochender Schlamm rundeten das Ganze ab. Es sah aus wie auf dem Mars… Den stinkenden Dämpfen entkommen näherten wir uns unserem nächsten Ziel, der Krafla, einem recht ansehnlichen Vulkan mit dem dazugehörigen Lavafeldern. Dort ging es auf einen Rundgang über eben diese Felder und vorbei an den jüngsten Kratern – letzter Ausbruch1984. Nach diesen spektakulären Anblicken, machten wir uns auf den Weg in das Thermalbad am Myvatn. Gelegen an den vulkanischen Hängen und mit Blick auf See und Berge ließ es sich wunderbar im warmen Wasser entspannen. Zurück am Zeltplatz ging es nach dem Abendessen noch auf einen kleinen Spaziergang zu einem nahe gelegenen Geocache.